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Interviews   Freedom Call - Interview mit Chris Bay auf dem Rengsdorf Blues&Rock Festival 2012
30.07.2012 von Cyras





Artist: Freedom Call



Genre: Melodic Power Metal / Heavy Metal

Label: Steamhammer/SPV

Link: www.freedom-call.net

Bandmitglieder:

Gesang & Gitarre – Chris Bay - Interviewpartner
Gitarre & Hintergrundgesang – Lars Rettkowitz
Bassgitarre & Hintergrundgesang – Samy Saemann
Schlagzeug & Hintergrundgesang - Klaus Sperling

Auf dem Rengsdorf Blues&Rock Festival (Bericht: Hier) hatten wir die Chance, ein paar Worte mit Chris Bay, dem Sänger der Band Freedom Call, zu wechseln. Hier ein Zusammenschnitt unseres ca. dreißigminütigen Interviews.


Time For Metal / CyR4S:
Zuerst möchte ich mich dafür bedanken, dass es geklappt hat, hier auf dem Rengsdorf Blues&Rock Festival 2012 ein kurzes Gespräch mit dir zu führen. Wir hatten ja vorher schon öfters versucht, einen Termin zu finden, doch hat es bis heute leider nicht wirklich geklappt, deshalb freut es uns umso mehr, dass wir heute hier zusammengekommen sind.

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, ich hatte es wirklich vor, doch kommen dann leider immer mal wieder Sachen dazwischen und dann ist es weg. :-)


Time For Metal / CyR4S:
Zum Glück waren die 120 km von Meerbusch bis hier nicht so weit, dass wir auf das Interview und das Konzert am heutigen Tag nicht verzichten mussten. Ihr hattet ja einen etwas weiteren Weg zum Rengsdorf Blues&Rock Festival.

Freedom Call / Chris Bay:
Das werden so 300-350 km gewesen sein, die wir heute hinter uns gebracht haben. Sind ja direkt aus Nürnberg, also von zu Hause aus, losgefahren.


Time For Metal / CyR4S:
Das aktuelle Album “Land Of The Crimson Dawn” hat in der Presse durchweg gut bis sehr gut abgeschnitten und auch bei uns habt ihr mit 9 - 9,5 /10 Punkten eine extrem gute Bewertung bekommen. Was denkt ihr darüber vor allem wenn man es mit euren alten Alben vergleicht?

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, das Vergleichen von Alben ist eher schwer. Man wird immer danach gefragt, in welche Richtung es tendiert, eher zu den alten Alben oder halt zu den letzten. Das als Künstler selbst zu entscheiden, ist schwierig, denn bei dem neusten Album ist man immer mit dem Herzen dabei - da schlägt das Herz noch am meisten danach. Da man ja noch mitten drin steckt in der Arbeit, im Songwriting oder den Aufnahmen, der Produktion, was ein langwieriger Prozess ist. Das selbst kategorisieren zu können, ist unheimlich schwierig. Aber ich sage jetzt mal vom Hörensagen und von anderen Meinungen her, dass Land Of The Crimson Dawn wieder etwas mehr in die traditionellere Richtung geht. So sind einige Parallelen zu dem oft genannten Eternity zu erkennen, doch das ist eigentlich auch die Source von Freedom Call - schnellere Drums, schöne Melodien und auf jeden Fall eine unheimlich positive Energie. Das ist Freedom Call und das macht Freedom Call. Dieser von uns gespielte "Happy Metal" ist mittlerweile eine Art Trademark von uns geworden. Mit dem Vorgängeralbum Legend Of The Shadowking, was in gewisser Weise ein Konzeptalbum war, sind wir so ein bisschen davon abgewichen, was natürlich auch den Grund hatte, dass die Thematik über König Ludwig den 2. handelte. Da es in der Seele des König Ludwig des 2. nicht immer "Happy" zuging, kann man eben nicht ausschließlich lustige Musik machen und man muss darauf musikalisch eingehen. Doch denke ich, dass wir mit Land Of The Crimson Dawn die Elemente Phantasy, positive Energien und einfach viel Spielfreude kombinieren konnten und das ist typisch Freedom Call. Wir sehen in dem Album keinen Ausritt in andere Gegenden, sondern alles blieb sehr traditionell.


Time For Metal / CyR4S:
Im Review zum aktuellen Album habe ich geschrieben: “Das Lied Hero On Video, welches als erstes Musikvideo das Album vertreten darf, ist meiner Meinung nach eins der eher schwächeren Lieder. Irgendwie will das Pop-lastige Lied nicht zwischen die anderen Metal-Hymnen passen.“ Glücklicherweise musste ich diese Meinung nach eurem Konzert am 11.03.2012 (Zeche / Bochum | Bericht: Hier) revidieren, denn Hero On Video weiß nicht nur live zu überzeugen, sondern ist dazu mit einem gelungenen Video in Szene gesetzt worden. Wie waren die Videoaufnahmen zum Track? Gibt es etwas Lustiges vom Videodreh zu berichten?

Freedom Call / Chris Bay:
Der Videodreh war für uns alle superlustig. Wir haben uns erst mal weggeschmissen, als wir uns selbst in den Kostümen gesehen haben. Im Nachhinein, also ein paar Monate später, durften wir auf Spiegel Online erfahren, dass Batman eigentlich schwul ist, was für uns auf jeden Fall noch einen Lacher im Nachhinein gab. :) Zusätzlich hatten wir den bei uns aus der Region entstiegenen Comedian Benders dabei, der auch mittlerweile Deutschlandweit unterwegs ist und den ich seit ca. zwanzig Jahren kenne. Diese Zusammenarbeit war superspaßig.
Doch darf man einen solchen Videodreh nicht unterschätzen. Das eigentliche Video dauert zwar nur eine Songlänge (in diesem Fall 3:42 Minuten), doch war alleine die Vorbereitung dafür schon immens. Es musste ja alles als Drehbuch, minutiös und sekundiös vorhanden und geplant sein. Der Dreh selbst fand dann mitten im Winter und in einer eiskalten Halle statt, was für uns auf jeden Fall eine Herausforderung war.


Das Musikvideo zu: Hero On Video



Time For Metal / CyR4S:
Quasi eine Art eintägiger Durchmarsch in eisiger Kälte?

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, das war sehr anstrengend, da wir wirklich am Vormittag sehr früh angefangen haben und wir waren bis spät nachts am Arbeiten. Doch auch wenn es sehr anstrengend war, haben wir den Humor trotzdem nicht verloren!


Time For Metal / CyR4S:
Am Ende des Videos stoßt ihr mit einem Glas Milch an. Gibt es da einen tieferen Sinn hinter oder warum habt ihr euch gegen ein Bier oder Schnaps entschieden?

Freedom Call / Chris Bay:
Genau, das ist einfach genau das Gegenteil, was man von einem Metaller erwarten würde. Eher würde man eine Flasche Jack Daniels oder Ähnliches erwarten, doch wir zücken dann die Milch. Wir nehmen uns selber nicht so ernst, dass wir ein Klischee erfüllen müssen. Wir sind bereit für eine Polarisierung und eventuell fordern wir das ein wenig heraus, doch so sind wir. Wir haben daran Spaß und das ist eindeutig das Wichtigste für uns, denn alle anderen Klischees bedienen wir auf der Bühne und mit der Musik, auch wenn nur mit einem ganz großen Zwinkern.


Time For Metal / CyR4S:
Zu Beginn der Tour 2012 hattet ihr einen familiär bedingten Ausfall innerhalb der Band.

Freedom Call / Chris Bay:
Der Bassist, der gerade da drüben sitzt, ist Vater geworden und das genau einen Tag vor unserer ersten Show der Tournee zum neuen Album. Wir hätten uns total gewundert, wenn er in dieser Show gespielt hätte, bzw. im ersten Teil unserer Tour. Bei so einer Situation kann man einfach nicht anders reagieren.


Time For Metal / CyR4S:
Die Stelle am Bass wurde ja dann durch das Gründungsmitglied Ilker Ersin vertreten. Gab es dadurch Probleme innerhalb der Band?

Freedom Call / Chris Bay:
Nein, das ging von Anfang an super gut. Ilker selbst war auch sehr happy, das machen zu können. Natürlich war die erste Probe etwas ungewohnt und man hat sich auch gleich direkt ein paar Jahre zurückversetzt gefühlt. Aber die Zusammenarbeit ist in gegenseitigem Einvernehmen passiert und nicht nach dem Motto: "Du bleibst jetzt zu Hause und dafür nehmen wir den anderen mit in die Band" sondern kam der Vorschlag von Samy selbst. Alleine auch, weil es einfach am naheliegendsten war, dass Ilker für ihn einspringt.


Time For Metal / CyR4S:
Bei eurem Konzert in der Zeche in Bochum hat man sehen können, dass Ilker selbst bei den neueren Liedern wenig bis keine Probleme hatte.

Freedom Call / Chris Bay:
So war es auch, denn als Gründungsmitglied wusste er gleich genau, worum es bei uns geht.

Time For Metal / CyR4S:
Beim angesprochenen Konzert am 11.03.2012 in der Zeche in Bochum sagtest du, dass ihr in den schwedischen Charts einen Platz vor den Schlümpfen gelandet seid. Wie kommt ihr mit dieser schweren Bürde klar, nur einen Platz besser als die blauen Zwergwesen zu sein? ;-)


Freedom Call / Chris Bay:
Ja, es war natürlich ein sensationeller Erfolg für uns alle. Das mussten wir natürlich wochenlang feiern, mit Milch und wenig Schlaf. Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr weitere Walt Disney-Comichelden schlagen können, was uns sehr stolz machen würde. :-)


Time For Metal / ric1452:
Plant ihr denn eine Zusammenarbeit mit den Schlümpfen zusammen?

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, auf jeden Fall. Vater Abraham meets... eh… versus Freedom Call! :-)


Bild: Freedom Call mit ric1452




Time For Metal / CyR4S:
Am 31. Mai 2012 wurde auf eurer Webseite (Link:http://www.freedomcall.net) der zweite Teil eurer Tour bekanntgegeben, welcher Konzerte bis einschließlich dem Konzert am 10.08.2012 auf dem Bloodstock Festival in Großbritannien beinhaltet. Plant ihr bereits einige Konzerte für das Jahr 2013?

Freedom Call / Chris Bay:
Dieses Jahr haben wir in Territorien gespielt, die für uns am meisten Sinn machen. Das sind auf jeden Fall Deutschland, Schweden, Spanien und dann waren wir auch noch in der Schweiz. Zusätzlich haben wir auf einigen sehr coolen Festivals spielen können: Das Bang Your Head, das Masters Of Rock in Tschechien und das ROCKHARZ. Und auf vielen Festivals, wie dem heute Abend hier in Rengsdorf, waren wir zuvor bereits. Hier vor Ort waren wir zuletzt im Jahr 2007 und das ist total cool gemacht, so mitten im Wald und sehr familiär, was somit zusätzlich seinen eigenen Reiz hat.


Time For Metal / CyR4S:
Gut, das Rengsdorf Blues&Rock Festival ist ja relativ klein, wenn man es mit dem ROCKHARZ oder dem Wacken Open Air vergleicht. Ist das nicht problematisch, wenn man auch Bühnen kennt, vor denen mehrere tausend Zuschauer stehen?

Freedom Call / Chris Bay:
Nein, überhaupt nicht! Also das macht uns rein gar nichts aus. Denn es kommt ganz darauf an, in welchen Bereichen man sich bewegt. Wenn man jetzt ein großes Festival sieht, bei dem alleine der Name schon Zuschauer zieht und wenn dann noch ein großer Headliner ansteht, doch das macht schon echt Spaß, vor einer so großen Masse von Menschen zu spielen. Wenn man das mal von oben gesehen hat, ist das einfach ein tolles Erlebnis. Trotzdem möchte ich persönlich niemals die Atmosphäre missen, die wir in Clubs haben - wenn man eben zusammen mit 200-300 Leuten schwitzt und man dort die Leute wirklich im Augenkontakt hat. Man sieht die einzelnen Personen und auf einem sehr großen Festival ist da nur die Masse und man kann eigentlich die einzelnen Leute gar nicht mehr herauskristallisieren - die Masse wird zu einem einzelnen Zuhörer. Auch sowas, was du eben sagtest, dass jemand etwas aus dem Publikum reinrufen kann oder man wirklich noch Platz hat darauf zu reagieren, ist bei einem Festival fast gleich unmöglich. Doch lebt unsere Show ganz klar auch davon, denn wir gehen wirklich gerne auf das Publikum ein und das möchte ich wirklich nicht missen. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich niemals in Stadien touren möchte, das ist bestimmt auch ein tolles Gefühl, aber bei den Clubgigs kann ich sehr gut verstehen, dass große Interpreten immer wieder rumkommen und sagen, wie toll sie diese Art von Konzerten finden.


Time For Metal / CyR4S:
Auf Facebook hattet ihr vor der Tour 1650 „Likes“ und heute seid ihr bei aktuell mehr als 3900. Wie wichtig sind für euch die „neuen Medien“ wie Facebook, Twitter und MySpace?

Freedom Call / Chris Bay:
Also super cool. Twitter benutzen wir jetzt nicht so wirklich, aber Facebook finde ich, ist eine sehr gute Einrichtung, um Leute schnell zu erreichen und um auch einfach mal etwas Intimeres über die Band herauslassen zu können. So findet man dort kurze Screenshots unseres Lebens auf Tour und so was Ähnliches. Unsere Webseite ist dafür eher etwas Statisches, was einen informieren soll. Das ist natürlich auch Ansichtssache, aber diese sollte eher informativ und sachlich gehalten sein und auf Facebook kann man dann auch mal ein paar "Quatsch"-Fotos einstellen und solche Sachen. Natürlich wird viel über das Internet geschimpft. Vor allem schimpfen die Plattenfirmen sehr viel darüber mit Worten wie: "Das Internet hat unseren Markt zerstört!", oder die Musiker schimpfen darüber, dass das Internet alles kaputt machen würde. Sicher stimmen diese Aussagen auf der einen Seite, doch sollte man sich, wenn man schon über etwas schimpft, mit diesen Dingen auch auseinandersetzen und versuchen, dieses Medium für sich zu nutzen und nicht nur dagegen zu sein.


Time For Metal / CyR4S:
Wo wir gerade bei dem Thema Internet sind: Wie seht ihr denn die Thematik rund um den Bereich der Raubkopien, "File-Sharing" und Co.? Wie sehr trifft eine Band wie Freedom Call diese Art von Kriminalität?

Freedom Call / Chris Bay:
So etwas trifft uns echt immens. Doch auch gerade im Rock- und Metal-Sektor gibt es noch viele Sammler, die sich von der Band, von der sie Fan sind, die Originalalben kaufen und diese Band unterstützen wollen. Aber grundsätzlich ist der Schaden schon groß und für mich ist es einfach Diebstahl, wenn man etwas "for free" herunterlädt. Das ist ein Fakt und da braucht man auch nicht lange darüber zu philosophieren, wenn man sich an fremdem Eigentum bedient, dann ist das einfach Diebstahl. Da gibt es für mich keine Diskussion darüber und ich denke, auch zu Recht.


Time For Metal / CyR4S:
Da kann ich dir nur zustimmen. Der Ric wollte unbedingt wissen, welches Shampoo du benutzt.

Freedom Call / Chris Bay:
Ganz verschieden. Im Moment ist es dieses eine, bei der sie in der Werbung immer sagen:" Ein professionelles Shampoo für einen billigen Preis..." Das ist in so einer großen Flasche. Aber Fructis kann ich dir sehr empfehlen. :-)


Time For Metal / CyR4S:
Ja, also euer Album Land Of The Crimson Dawn ist ja mit seinen fünf Monaten noch relativ frisch auf dem Markt. Plant ihr schon etwas Neues? Gibt es schon eine Idee zu Back To The Land Of The Crimson Dawn?

Freedom Call / Chris Bay:
Im Prinzip ja, denn es heißt ja grundlegend, dass man in einem bestimmten Zeitraum ein neues Album produzieren soll. In dem Genre in dem wir uns bewegen, sind das so ca. ein bis zwei Jahre. Natürlich gibt es immer mal wieder Bands, die damit schneller sind, doch muss man mal schauen, wie viele Tourdaten diese Bands innerhalb dieser Zeit im Kalender stehen haben. Also man hat dann recht viel Zeit zu Hause um Lieder zu schreiben, während Bands wie wir viel auf der Tour unterwegs sind. Ideen sind unheimlich viele vorhanden, denn gerade das Touren inspiriert uns und vor allem auch mich persönlich sehr. Textlich ist bei uns - auch im aktuellen Album - immer mal wieder der Bezug zur Tournee da, was man zum Beispiel in den Songs Rock Star oder Power and Glory hört. Wir waren aber auch alleine schon mit dem Legend...-Album extrem viel auf Tour und das prägt dann einen doch sehr.


Time For Metal / CyR4S:
Gibt es denn schon ein genaues Datum für das neue Album?

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, das kann man sich ja ausrechnen. So ca. Anfang 2014 kann man mit dem neuen Album rechnen. Denn nächstes Jahr wird dann erst mal wieder ein Songwriting-Jahr werden und dann kann natürlich schnell auch ein Album, ich korrigiere, „könnte“ schnell auch ein Album produziert werden. Doch glaube ich das nicht, da es eine unserer Stärken ist, dass wir so gut wie keine Ausfallsongs auf den Alben haben. Also nicht nur zwei oder drei Songs, die knallen und wir wollen, dass das Album dann schnell fertig wird, sondern wollen wir wirklich, dass jeder der zwölf oder vierzehn Songs auf einem Album Hand und Fuß hat. Der Hitcharakter, den wir so wichtig finden, soll natürlich auch eingehalten und gepflegt werden. Somit sind alle Songs zwanzig Mal geprobt und dann nochmals überdacht worden.


Time For Metal / ric1452:
Dafür bekommt der Käufer dann auch ein perfektes Endprodukt.

Freedom Call / Chris Bay:
Richtig! Da sehen wir uns aber auch in der Pflicht, das so zu produzieren, denn es gibt genug billiger produziertes Material im Internet, welches man kostenfrei herunterladen kann und genau dagegen müssen wir anstehen. Wenn ein Käufer sechzehn Euro an uns, bzw. an unsere Plattenfirma bezahlt, dann sollten da auch mindesten diese sechzehn Euro drin sein und nichts was ähnlich klingt, als hätte man es als kostenfreien Download erhalten.


Time For Metal / ric1452:
Was man meiner Meinung nach auf den letzten Alben auch heraushören konnte!

Freedom Call / Chris Bay:
Wir haben uns ja auch Mühe gegeben. :-)


Time For Metal / CyR4S:
Land Of The Crimson Dawn ist ja in einer Limited-Edition erschienen. Diese beinhaltet zusätzlich eine Bonus CD, die sechs eurer Songs enthält, die von anderen Musikern/Bands eingespielt wurden. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Freedom Call / Chris Bay:
Die Grundidee kam daher, dass unsere Plattenfirma das erste Mal eine Limited Edition unseres Albums herausbringen wollte und da habe ich mir einfach überlegt, wie man diese Limited Edition gestalten könnte, sodass sie das mehr Geld wert ist. Dabei hatte ich dann keine Lust, irgendeinen "Bonusdreck" aus dem Proberaum oder so etwas draufzusetzen, sondern es sollte etwas sein, was Hand und Fuß hat. Da habe ich eben ein paar befreundete Bands und Ex-Mitglieder wie den Cédric „Cede“ Dupont von Downspirit und den Ilker von Powerworld oder den Hannes Braun von der Band Kissing Dynamite gefragt, ob sie auf so etwas Bock haben, worauf ich sofort positive Antworten bekommen habe. Das fand ich echt cool und die haben sich auch alle echt Mühe gegeben.


Time For Metal / CyR4S:
Vor allem diese Jazzversion von High and Low fand ich wirklich genial!

Freedom Call / Chris Bay:
Ich habe auch extra allen Bands gesagt, dass jede das in ihrem Stil produzieren soll. Sie sollten sich an nichts halten und das so machen, wie sie es für richtig halten. Vor allem können sich die Bands, die dort mitgewirkt haben auch dadurch anderen Zuhörern präsentieren und so vielleicht sogar den einen oder anderen Zuhörer gewinnen und es war mir schon sehr wichtig, dass sie die Songs in ihrem Stil präsentieren und nichts einfach nur nachspielen.


Time For Metal / CyR4S:
Habt ihr für heute Abend etwas Besonderes geplant, außer Spaß zu haben?

Freedom Call / Chris Bay:
Nein, eigentlich nicht! Wir lassen so etwas immer auf uns zukommen.


Time For Metal / ric1452:
Habt ihr genug Milch dabei? :-)

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, einen ganzen Karton voll, daran wird es bei uns nicht wirklich mangeln! :-)


Time For Metal / ric1452:
Also für meine dänischen Freunde muss ich mal fragen, ob ihr irgendwann mal plant, auch auf der Festlandseite Dänemarks zu spielen?

Freedom Call / Chris Bay:
Würden wir gerne, doch denke ich, dass es eher schwierig ist. Dänemark ist für die meisten Veranstalter eher ein "Durchreiseland". Warum auch immer, aber anscheinend sind die Veranstalter in Dänemark einfach nicht so motiviert, aber abgeneigt sind wir eindeutig nicht. Von mir persönlich ist Dänemark sicher auch interessant, doch kam bis auf eine Anfrage bisher noch nichts.


Time For Metal / ric1452:
Das ist für die beiden großen Festivals CopenHell und das Aalborg Metal Festival echt enttäuschend.

Freedom Call / Chris Bay:
Wir hatten bisher erst ein Konzert in Kopenhagen und das war zusammen mit der Band Hammerfall, aber ansonsten haben wir nichts mehr wirklich gehört und gesehen. Wobei wir alle anderen skandinavischen Länder zusammen bekommen haben, aber Dänemark schließt sich da so ein wenig aus.



Bild: Freedom Call mit CyR4S




Time For Metal / CyR4S:
Geht es denn für euch heute Abend dann wieder nach Hause?

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, das Rengsdorf Blues&Rock Festival ist jetzt nicht wirklich weit von uns entfernt und da ist eine Heimreise machbar. Wir haben auch noch einige Sachen zu tun und es ist echt schön, mal kurz her zu schnuppern und die nächste Station ist dann in zwei Wochen in England auf einem großen Festival (Bloodstock Festival). Dort sind wir dann auch nur ganz kurz. Wir fliegen morgens dorthin und abends geht es dann wieder zurück.


Time For Metal / CyR4S:
Also ist noch nicht einmal eine Sightseeing-Tour vor Ort drin?

Freedom Call / Chris Bay:
Ne, dafür ist leider eigentlich nie Zeit, wenn man unterwegs ist. Der normale Alltag fängt ja auch schon vormittags oder mittags an. Angefangen beim Aufbau, dann Soundcheck, dann ist man noch von der Fahrt etwas müde. Also heißt es dann erst mal ein wenig ausruhen und abhängen im Hotel und dann geht es auch schon wieder los. Es kann natürlich auch sein, wenn wir mal einen Day-Off haben und in schönen Städten unterwegs sind, dass wir uns dort auch ein wenig umschauen. Rengsdorf lohnt sich zum Beispiel! :-) Aber wenn man mal in London, Barcelona, Mailand oder Paris unterwegs ist, schaut man schon, dass man ein wenig eher dort ankommt und auch mal irgendwo einen Rotwein oder einen Sacré-Cœur trinken geht. In Stockholm haben wir uns dann mal erklären lassen, wo das Haus von der Agnetha (ABBA) ist und sowas. Also das nutzen wir dann ja schon manchmal, doch meistens ist man eher in einem Industriegebiet, abseits der Stadt im Namen des Metal unterwegs.


Time For Metal / CyR4S:
So, um langsam zum Ende zu kommen, wollte ich euch die Chance geben, euren Fans und unseren Lesern hier ein paar Worte zu hinterlassen.

Freedom Call / Chris Bay:
Ja, auf jeden Fall will ich euch Fans sagen, dass ihr die geilsten seid! Mit euch machen wir immer eine Megaparty und dafür bedanken wir uns bei euch. Es macht echt Bock, für euch auch die weitesten Strecken auf sich zu nehmen und zu spielen, auch wenn es mal ein bisschen weniger Leute sind, das ist Wurscht! Wir bleiben weiterhin dran, bleibt uns treu! Wir geben uns Mühe...!


Time For Metal / CyR4S:
Dann sagen wir vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und wir hoffen Freedom Call in naher Zukunft mal wieder auf einem Festival oder Konzert zu sehen und viel Spaß hier auf dem Rengsdorf Blues&Rock Festival!

Freedom Call / Chris Bay:
Danke dir, ich danke euch!


pt


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