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CD-Reviews   Desert Sin - Destination Paradise
13.01.2012 von ric1452





“Definitiv eine Sünde, diese Band in die Wüste zu schicken!“



Artist: Desert Sin



Album: Destination Paradise

Spiellänge: 46:19 Minuten

Genre: Power Metal, Heavy Metal

Release: 20.01.2012

Label: Pure Steel Records

Link: www.desertsin.net

Klingt wie: Helloween, Stratovarius, Angra und Hammerfall

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Sandro Holzer
Lead Gitarre – Stefan Entner
Keyboard, Hintergrundgesang – Roman Fischer
Bass, Hintergrundgesang – Rainer Fischer
Schlagzeug – Harald Vogl

Tracklist:
  1. Awakening
  2. Destination Paradise
  3. Kill The King
  4. Would You Release Me
  5. Follow Me
  6. In Silence
  7. The Seed Of Destruction
  8. Creation
  9. Hero
  10. Circle Of Twilight





Die im Jahre 2000 unter dem Namen Sick-U-R gegründeten Desert Sin, fanden 2008 zu ihrem neuen Namen. Nach einer EP und einer CD als Sick-U-R sowie einem Sampler und einem Album unter dem neuen Bandnamen bringen Desert Sin einiges an Erfahrung mit sich. Nach fast drei Jahren Touring und Recording erblickt nun das neue Album Destination Paradise das Licht der Welt. Und die Wartezeit hat sich gelohnt!

Nach einem kurzen, sehr ruhigen Opener wird man direkt mit Power bombadiert! Es gibt hohe Gesangsstücke und Keyboard- und Gitarrensessions wie man sie z.B. von Stratovarius kennt, Wiederholungsgesänge und Riffs á la Hammerfall und Helloween, aber auch komplette Tracks, die stark an Angra erinnern. Doch das alles nicht ohne dass es einen fetten Desert Sin-Stempel aufgedrückt bekommt! Das Quintett aus Österreich verfolgt ganz klar eine eigene Linie, weiß aber auch genau mit der Inspiration anderer Bands - kombiniert mit dem bandeigenen Sound - zu überzeugen.

Ob schnell oder langsam, ob hart oder melodiös, die Kombination und Abwechslung, die Desert Sin bieten, sind ein ganz klarer Beweis dafür, dass man es hier mit einer erfahrenen Band zu tun hat. Vor allem die Stücke, die klar nach Inspiration von Angra klingen, sind in Verbindung mit tiefen Schreien aus dem Hintergrund, die Höhepunkte des Albums.

Als Ausnahme sticht dagegen Creation heraus, denn dieser Song ist trotz der ruhigen Gitarrenklänge in Kombination mit Doublebass sehr melodiös. Seelenruhige Hintergrundstimmen stehen im Kontrast zu hart und schnell gespielten Zwischenstücken, wodurch das Lied in seiner Gesamtheit und Länge von fast sieben Minuten zu einem atemberaubenden Märchen mutiert, das ein sanftes Ende findet und den Hörer in einer Art Trance zurücklässt.

Ganz im Gegenteil dazu steht Kill The King, das wohl schnellste Stück der ganzen CD. Hier bekommt man das ganze Potential von Desert Sin auf die Ohren. Es gibt hohe sowie tiefe Vocals, eine ganze Menge Doublebass und einen Chorus zum Dahinschmelzen. Einfach der Kracher des Albums.

Circle Of Twilight ist dagegen ein wenig mit Creation zu vergleichen und ebenfalls einer der besten Songs des kompletten Albums. Von allen Dingen ist dieses Lied ein krachender, dennoch gelungener Abschluss der Scheibe. Das Zusammenspiel von Sandro Holzers hoher Stimme und dem tiefen Sprechgesang im Hintergrund von Roman und Rainer Fischer ist das A und O dieses Werkes.

Fazit: Die Kombination der sanften Leadstimme mit den harten Rufen im Hintergrund, sowie die in Abwechslung stehenden Doublebass und melodiösen Gitarrenstücke zeigen dem Hörer, wie erfahren Desert Sin bereits sind. Mit Destination Paradise hat die Truppe aus Österreich ein starkes Stück Power/Heavy Metal abgeliefert, das sich gut in jeder gut sortierten Metal-Bibliothek macht. Innovativer Sound mit Anlehnung an bekannte und vor allem souverän starke Bands macht diese Scheibe zu einem Highlight direkt zu Anfang des Jahres!

Anspieltipps: Kill The King, Creation und Circle Of Twilight

Bewertung: 9 von 10 Punkten

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